Wir über uns
Die BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH setzt sich primär für die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von gering qualifizierten Frauen ein. Unter Berücksichtigung von schulischen, beruflichen und persönlichen Erfahrungen und Voraussetzungen einerseits und der Entwicklungen des Arbeitsmarktes andererseits, ist es Ziel mit interessierten Frauen realistische berufliche Perspektiven zu entwickeln und die Frauen nachhaltig bei der Einmündung in den 1. Arbeitsmarkt zu unterstützen. Bei dieser Arbeit orientiert sich BAFF an einer humanistischen und demokratischen Grundhaltung. Der Arbeitsmarkt und die Wirtschaftssituation befinden sich in einem kontinuierlichen Prozess der Entwicklung und Veränderung. Ausbildungs- und Arbeitsmarktsmaßnahmen müssen dementsprechend geprägt sein und sind daher in einem hohen Maße auch von politischer Willensbildung abhängig. BAFF begreift den kontinuierlichen Wandel als Chance und stellt sich den daraus entstehenden Herausforderungen mit dem Ziel, Bewährtes fortzuführen und Neues zu entwickeln. Die Erwirtschaftung von Eigenmitteln erhöht die Spielräume und bietet eine Grundlage zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. BAFF entwickelt Maßnahmen in einem engen Kontext mit regionalen Gegebenheiten und wirtschaftlicher Entwicklungen. Alle Projekte werden daher gemeinsam mit Kommunen, Wirtschaftsbetrieben, Institutionen und/oder anderen Kooperationspartnern geplant und umgesetzt. Bevorzugt werden hierbei Projekte, die zu einer Verbesserung der regionalen Infrastruktur beitragen, die soziale Bedarfe decken, die wirtschaftliche Nischen besetzen oder die in enger Kooperation mit Wirtschaftsbetrieben stattfinden. Geeignete Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, fachliche Qualifizierung und Ausbildung, Sprachförderung, sozialpädagogische Begleitung und Kinderbetreuung sind Bausteine, die die Integrationschancen von benachteiligten Frauen ins Erwerbsleben verbessern.
Anhand unterschiedlicher Methoden wird den Vermittlungshemmnissen der Zielgruppe begegnet, mit dem Ziel, sie auf die Integration in den 1. Arbeitsmarkt vorzubereiten. Hierbei erhalten die Förderung von Teilzeitarbeitsplätzen und die Schaffung von flexiblen Rahmenbedingungen in der Arbeitswelt eine besondere Bedeutung, aber auch die Einflussnahme auf die Verbesserung der gesellschaftlichen Bewertung berufstätiger Mütter.
Gründungshintergrund
Die „BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH“ wurde von den beiden Darmstädter Vereinen „Kooperation-Frauen e. V.“ und „Verein für Bildung und berufliche Förderung von Mädchen und Frauen e. V.“ gemeinsam zum 1.1.2007 gegründet. Es war vordergründiges Ziel, Aufgaben im Bereich der Ausbildungs- und Beschäftigungsförderung zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen. In die BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH mündeten alle Ausbildungs- und Beschäftigungsprojekte beider Vereine ein.
Dies waren zum 1.1.2007 im Einzelnen folgende Projekte und Maßnahmen:
- Außerbetriebliche Ausbildung zur Mediengestalterin „die medienwerkstatt“ (seit 2001)
- Ausbildungsprojekt „JAMBA“ / Junge allein Erziehende in betrieblicher Ausbildung (seit 2000)
- Beschäftigungsprojekt „Café Margret“ im Altenheim Emilstraße (seit 1999)
- Beschäftigungsprojekt „Café (N)Immersatt“ im Kinderhaus Paradies in Eberstadt-Süd (seit 1996)
- Beschäftigungsprojekt „Waschsalon BAFF“ in Eberstadt-Süd (seit 2002)
- Beschäftigungsprojekt „Schulküche“ in der Freien Comeniusschule in Kranichstein (seit 1996)
- Beschäftigungsprojekt „Cafeteria im TIZ“ / Technologie- und Innovationszentrum (seit 2002)
- Beschäftigungsprojekt „Kantine in der Agentur für Arbeit“ (seit 2005)
- Beschäftigungsprojekt „Porta Emilia“ im Frauen-, Kommunikations- und Kulturzentrum (seit 1996)
- Beschäftigungsprojekt „Kantine im Stadthaus“ (seit 2000)
Die bewährten professionellen Strukturen, Inhalte und Erfahrungen des seit 1984 bestehenden Vereins für Bildung und berufliche Förderung von Mädchen und Frauen e. V. sind weiterhin tragende Elemente in der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH.
Qualitätsmanagement
Zur Qualitätssicherung orientiert sich BAFF am Qualitätsmanagementsystem DIN EN ISO 9001:2000. Mitarbeiterinnen haben diesbezüglich an Schulungen der BAG Arbeit zum Thema „Handlungsleitfaden für die Umsetzung der Managementaufgaben nach DIN EN ISO 9001:2000 in arbeitsmarktpolitischen Unternehmen“ teilgenommen. Darüber hinaus verfügt BAFF seit 2006 über das Qualitätssiegel des Vereins Weiterbildung Hessen e. V.
Ein hervorzuhebendes Merkmal der Strukturqualität ist die interne, über Zweckbetriebe geschaffene Vernetzung von sozialpädagogischen und betriebsnahen Tätigkeiten. Hierdurch rücken die Erfordernisse des Arbeitsmarktes immer wieder in den Blickpunkt des alltäglichen Geschehens und ermöglichen es scheinbare Widersprüche der beiden Aufgabengebiete, Sozialpädagogik und Fachpraxis, zu einem zielorientierten Handeln, im Hinblick auf Vermittlung in den Arbeitsmarkt, sinnvoll zusammen zu führen.
Gender-Mainstreaming
Die BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH setzt sich zur Herstellung von Chancengleichheit bewusst für die Förderung von benachteiligten Frauen ein. Gleichwohl erfordert Gender-Mainstreaming auch eine Öffnung der frauenspezifischen Bereiche für Männer. Die Einbindung von Männern in hauswirtschaftliche und pädagogische Tätigkeitsfelder leistet einen positiven Beitrag zur Erhöhung des Verantwortungsbewusstseins für Familienarbeit seitens der Männer. Dies ist langfristig ein Beitrag zur Entlastung von berufstätigen Familienfrauen.
BAFF setzt den Genderaspekt und die Verbesserung der Chancengleichheit von Frauen, neben einer zielgruppenspezifischen Maßnahmegestaltung, konsequent auch durch eine entsprechende interne Personalpolitik um. Die Besetzung der vorhandenen Stellen erfolgt auf allen Hierarchieebenen ausschließlich mit weiblichen Mitarbeiterinnen. Dies hat insbesondere für weibliche Maßnahmeteilnehmerinnen Vorbildfunktion und zeigt auf, dass die Berufstätigkeit von Frauen auf allen Ebenen umsetzbar ist. Mitarbeiterinnen, die darüber hinaus selbst auch berufstätige Mütter sind, werden von Teilnehmerinnen ernster genommen und als kompetente Ansprechpartnerinnen für den Bereich „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ eher akzeptiert.
Die Mitarbeiterinnen von BAFF haben sich im Laufe der langjährigen Arbeit immer wieder in Hinblick auf Genderkompetenzen geschult und an entsprechenden Fortbildungen und Veranstaltungen teilgenommen. Die jahrelange Auseinandersetzung mit der Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt sensibilisiert für geschlechtsspezifische Standpunkte und Handlungsweisen.
Finanzierung
Förderinstrumente und Geldgeber
Die BAFF-Frauen-Koopration gGmbH wird über folgende Geldgeber und Förderinstrumente unterstützt:
Stadt Darmstadt
- Betriebskostenzuschuss im Rahmen der Jugendberufshilfe, einschließlich ehemaliger LWV-Mittel für Werkstattprojekte
- Einzelförderungen aus dem Sozialetat, beispielsweise „Café (N)Immersatt“
- Los-Projekte über das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“
Jobcenter Darmstadt
- Förderung von Arbeitsgelegenheiten nach dem SGB II § 16 in der Mehraufwandsentschädigung und in der Entgeltvariante
- Kofinanzierung zum Landesprogramm „Ausbildung statt Arbeitslosengeld II“
- Kofinanzierung zum Landesprogramm „Betriebliche Ausbildung für allein Erziehende“
- Kreisagentur für Beschäftigung des Landkreises Darmstadt-Dieburg
- Kofinanzierung zum hess. Landesprogramm „Ausbildung statt Arbeitslosengeld II“
- Kofinanzierung zum hess. Landesprogramm „Betriebliche Ausbildung für allein Erziehende“
- Hessisches Sozialministerium, einschließlich Fördermittel der europäischen Union
- Hess. Landesprogramm „Ausbildung statt Arbeitslosengeld II“
- Hess. Landesprogramm „Betriebliche Ausbildung für allein Erziehende“
- Hess. Landesprogramm „Ausbildung in der Migration“
Baff dankt an dieser Stelle allen Geldgebern für ihre bisherige finanzielle Bezuschussung. Ein besonderer Dank wird auch den Sponsoren (Organisationen, Stiftungen, Einzelpersonen) gegenüber ausgesprochen, die BAFF durch Geld- und Sachspenden unterstützt haben. Diese Spenden tragen ebenfalls erheblich zum Gelingen der Arbeit bei.
Kooperation
Regionale und überregionale Zusammenarbeit
BAFF steht kontinuierlich in einem engen Austausch mit anderen Bildungs- und Beschäftigungsträgern aus Darmstadt. Hierzu finden immer wieder themenspezifische Treffen in unterschiedlicher Zusammensetzung statt.
Darüber hinaus sind Mitarbeiterinnen von BAFF in folgenden Ausschüssen, Arbeitskreisen oder Organisationen regelmäßige aktive Mitglieder:
- Bündnis für Familie in Darmstadt (Mitglied)
- Fachgruppe „Sozialarbeit in Beschäftigungsprojekten“ (Südhessen) / LAG Arbeit
- AG „Arbeit, Qualifizierung und Beschäftigung“ / DPWV
- Jugendhilfeausschuss Darmstadt, stellvertretendes Mitglied
- Fachausschuss Kinder- und Jugendarbeit des JHA DA
- Arbeitsgruppe Jugendberufshilfe (§ 78 KJHG) DA
- Arbeitsgruppe Arbeit und Mädchen und junge Frauen MAK (§ 78 KJHG)
- Themenorientierte Mitarbeit in regionalen Arbeitsgruppen, beispielsweise AKSB (Arbeitskreis soziale Brennpunkte), PSAG (Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft)
- Stadtteilrunde Eberstadt-Süd und Kranichstein und Bund–Länderprogramm „Soziale Stadt“
- LAG Arbeit in Hessen (Mitglied), BAG Arbeit (indirektes Mitglied über die LAG Arbeit Hessen)
Die Mitarbeiterinnen der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH nehmen außerdem regelmäßig an Veranstaltungen und Fachtagen anderer regionaler Akteure des Arbeitsmarktes, wie beispielsweise der IHK, teil.
